Lerne uns kennen

Unser Pastor

Ich bin Sven Godau, Pastor der Christus-Gemeinde. Seit 1996 arbeite ich in Hamburg und war an der Gründung der neuen Gemeinde in Bramfeld beteiligt. Einer Gemeinde, wie ich sie mag: jung, freundlich, unkompliziert. Hier trinke ich gerne meinen Kaffee. In meinem Leben hatte ich Kontakt mit vielen verschiedenen Kirchen und heute finde ich Teile von diesen Kirchen auch in meiner Gemeinde wieder. Aber wichtiger ist mir: Hier begegne ich manchmal Gott. Und anderen geht es auch so. Deshalb machen wir den ganzen Aufriss. Wegen Gott. Wegen Momenten kostbar wie ein erster Kuss oder wie das Knuddeln eines Babys. Oder um schlicht zu sagen: Wir lieben Gott. Und freuen uns über jeden, der sich das auch mal irgendwann gewünscht hat.

Unser Pastoralreferent

Ich bin Sören Haack und seit Sommer 2018 Pastoralreferent der Christus-Gemeinde Bramfeld. Seit vielen Jahren arbeite ich mit Jugendlichen und darf sie auf ihrem Glaubensweg begleiten. In der Christus-Gemeinde sind wir ein bunter Haufen junger Menschen, die sich gemeinsam auf den Weg machen, um Gott immer besser kennen- und lieben zu lernen. Mein Herz schlägt für Lobpreis, gutes Essen, tiefgehende Beziehungen und viel gemeinsames lachen. Ein echtes Herzensanliegen von mir ist, Jugendlichen darin zu unterstützen, eine eigene persönliche Beziehung zu Gott aufzubauen und auf seine Führung und Leitung im Alltag zu vertrauen.

Infoabend

Wenn du dich fragst, was die Christus-Gemeinde Bramfeld ist und was es mit dem Mühlheimer Verband auf sich hat, bist du beim Infoabend genau richtig. Hier erfährst du alles über unsere mehr als hundertjährige Geschichte, unsere Werte und Ziele, unsere Beziehungen zu anderen Kirchen und unsere Struktur.

Der Besuch ist natürlich unverbindlich und kostenlos. Anmeldung gerne unter bramfeld@cghh.de

Darüber hinaus erfährst du jederzeit alle Neuigkeiten mit folgendem Newsletter:

Die Christus-Gemeinde wurde 1906 gegründet, als sie sich besonders um die Heimatlosen der Gesellschaft kümmerte. Bis in die 30er Jahre hinein war die Hilfe für Obdachlose einer der Kernarbeitsbereiche der Gemeinde.

Durch die Tragik des Zweiten Weltkriegs musste die Gemeindearbeit nach dem Krieg fast ganz von vorn beginnen: Viele Flüchtlinge aus dem Osten wurden in dieser Zeit Teil der Gemeinde und zu einer wichtigen Säule der Gemeindearbeit.
Die Anstellung von R. Tudzynski als Pastor im Jahr 1965 war Ausdruck neuer Ziele und Hoffnungen. Als einige Jahre später auch eigene Räume angemietet und gekauft werden konnten, entfaltete sich die Gemeinde Stück um Stück.
1996 wurde R. Tudzynski von Sven Godau als Pastor abgelöst und gründete eine Gemeinde in Lüneburg die heutige Matthäus-Gemeinde.
Seit 2002 wuchs die Christus-Gemeinde verstärkt und 2010 kamen sonntags mehr als 200 Menschen in den Gottesdienst. Daher wurde von 2003 bis 2011 jeden Sonntag ein zweiter Gottesdienst abends um 19.00 Uhr gefeiert.
2005 wurde eine zweite Gemeinde gegründet, die Christus-Gemeinde in Barmbek-Nord. Etwa zeitgleich kam Matthias Pache als Vikar nach Hamburg und ist seit 2007 Pastor.
Aufgrund des Wachstums beschloss die Gemeinde 2009 sich zu teilen: Im Februar 2011 starteten die Christus-Gemeinde Hamburg-Ost mit Pastor Sven Godau und die Christus-Gemeinde Barmbek-Süd mit Pastor Matthias Pache. Mit dem Kauf eines eigenen Gebäudes ist aus der Christus-Gemeinde Hamburg-Ost nun die Christus-Gemeinde Bramfeld in der Haldesdorfer Straße 60 geworden.

Freikirche
Die Christus-Gemeinde ist eine evangelische Freikirche und gehört zum Mülheimer Verband freikirchlich-evangelischer Gemeinden: www.muelheimer-verband.de
Der Mülheimer Verband ist rund 100 Jahre alt und war die erste Pfingstkirche in Deutschland. Der Verband erwuchs aus einer Erweckungsbewegung innerhalb der etablierten Kirchen. In den ersten Jahrzehnten dachte man daran, dorthin auch später wieder zurückzukehren. Erst in den 70er-Jahren ist man eine eigenständige Freikirche mit eigenem Selbstverständnis geworden.
Heute ist der Mülheimer Verband um die 50 Gemeinden groß, die in Deutschland verteilt sind, und lebt eine evangelikal-charismatische Frömmigkeit.

Theologie / Was glauben wir?
Glaubensgrundlage der Gemeinde sind die altkirchlichen Bekenntnisse wie z.B. das Apostolische Glaubensbekenntnis, das wir mit allen Kirchen weltweit gemein haben.
Der Mülheimer Verband hat sich zudem vor vielen Jahren ein theologisches Selbstverständnis gegeben, in dem die theologischen Schwerpunkte unserer Freikirche aufgeführt sind.

Darüber hinaus teilt die Gemeinde die Bekenntnisgrundlage der evangelischen Allianz, die Verpflichtung der Lausanner Bewegung.

Die theologischen Wurzeln der Gemeinde liegen unter anderem in der Heiligungs- und Pfingstbewegung des 20. Jahrhunderts. Daraus ergibt sich

a) der Wunsch, das geistliche Leben des Einzelnen so zu fördern, dass sein Denken, Reden und Tun Jesus Christus widerspiegeln
b) eine Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes.

Für diese Werte schlägt unser Herz, darin wollen wir uns investieren und darauf gründen wir unser Miteinander.

Wir lieben Gott
Wir sind Christen aus Überzeugung. Jesus berührt uns. Gottes Interesse an unserem Leben macht unser Leben reich. Er will Gemeinschaft mit uns und wir mit ihm.
Er soll der Mittelpunkt unseres Lebens sein, etwas besseres gibt es nicht.

Wir lieben Menschen
Konkret. Fragend. Helfend. Warm, aber nicht süßlich. Am liebsten alle Menschen, aber wir trainieren noch in unserem Freundes- und Bekanntenkreis. Und an den Menschen, die kommen. Von ganzem Herzen!

Wir wollen zu Jesus Christus einladen
Mit Jesus ändert sich alles. Nicht alles plötzlich, aber fast alles von Grund auf. Ihn zu kennen und von ihm gekannt zu sein, macht uns stolz. Wir würden gerne jeden mit ihm bekannt machen. Wo immer und wann immer Menschen das wollen.

Wir helfen, in der Nachfolge zu wachsen
Wir wollen, dass Christen ihren Glauben an Gott besser verstehen und ihre Beziehung zu Jesus entwickeln. Wir wollen, dass das Herz von Menschen für ihre Mitmenschen wächst. Wir wollen Menschen enger an Gottes Herz führen. Das alles nennen wir Jesus nachfolgen. Es macht bessere Menschen aus uns, morgen oder übermorgen.

Wir wollen Gemeinden gründen
Wir wollen in Hamburg Gemeinden gründen. Menschen in dieser Großstadt brauchen Heimat, Familie und die Liebe Gottes. Möglichst um die Ecke, wie beim Bäcker, im Kindergarten oder auf der Parkbank. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten.

Wir investieren uns in die nächste Generation
Kinder- und Jugendarbeit hat bei uns Priorität. Daher versuchen wir, ein breites Spektrum an Angeboten zu bieten, in denen Kinder und Jugendliche begleitet, gefördert und herausgefordert werden. Kinder und Jugendliche sind willkommen mit ihrer Art, Gott zu begegnen und auch Gottesdienst und Gemeindeleben mitzugestalten.

Wir bieten Gottesdienste und Kleingruppen an
Im großen Gottesdienst am Sonntag kommen wir als Gemeinde zusammen. Herzlich willkommen! Das eigentliche Leben der Gemeinde sind aber die Kleingruppen: Diese Gruppen von 6 – 15 Personen sind viel persönlicher als jeder Gottesdienst. Dort kümmern wir uns umeinander, lesen in der Bibel und beten miteinander. Wir finden, jeder aus der Gemeinde sollte Teil einer Kleingruppe sein.

Wir engagieren uns für Hamburg
Als Christus-Gemeinde verstehen wir uns als Teil dieser Stadt. Wir sind hier verwurzelt und identifizieren uns mit den Stärken Hamburgs, aber leiden auch an den Schwächen und Nöten dieser Metropole. Als Gemeinde wollen wir einen positiven Beitrag für das gesellschaftliche Klima leisten.

Wir engagieren uns für die Einheit der Christen
Als Christus-Gemeinde leiden wir an mancher Zerstrittenheit in der kirchlichen Landschaft. Daher engagieren wir uns für die Einheit der Christen auf den verschiedensten Ebenen in Hamburg und pflegen freundschaftliche Beziehungen zu anderen Kirchen.

Was macht die Gemeindeleitung?

Die Gemeindeleitung ist ein Gremium innerhalb der Christus-Gemeinde Bramfeld. Ihre Aufgabe besteht darin, die Gemeinde geistlich und organisatorisch zu leiten. Die Zusammensetzung der Gemeindeleitung kann sich alle vier Jahre ändern, besteht aber immer aus mindestens vier Personen. Der Hauptpastor ist immer in der Gemeindeleitung. Andere Angestellte der Gemeinde können dauerhaft oder punktuell Teil der Gemeindeleitung sein. Alle anderen gewählten Personen der Gemeindeleitung üben den Dienst ehrenamtlich aus. Die bestehende Gemeindeleitung schlägt jeweils eine Zusammensetzung vor, die von der Gemeinde bestätigt werden muss. Dabei wird über jede Person einzeln abgestimmt. Die Gemeindeleitung trifft sich im Dreiwochenrhythmus und zweimal im Jahr zu einer Klausur. Es wird gemeinsam besprochen, diskutiert, gebetet und geplant. Dabei wird zu den jeweiligen Themen um Einheit gerungen. Es geht um aktuelle Fragestellungen, aber auch um Reflexion von Angeboten und deren Wirkung auf die Gemeinde. In der Gemeindeleitung wird über Personalfragen verhandelt und abgestimmt. Anträge auf Mitgliedschaft in der Gemeinde werden an die Gemeindeleitung gerichtet und dort entschieden. Die Gemeindeleitung hat alle Arbeitsbereiche der Gemeinde im Blick. Wichtiger als das reibungslose Funktionieren von Abläufen ist immer die Frage nach den Menschen, die die Arbeit tun. Eine Leitfrage ist, wie die Gemeindeleitung der Gemeinde optimal dienen kann, damit diese in ihrer Beziehung zu Gott wächst und reift.

Die Gemeindeleitung muss perspektivisch und visionär denken, um die Gemeinde voran zu führen. Durch übergemeindliche Vernetzung (Teilnahme an Tagungen des Mülheimer Verbandes und des Nordwestbundes, Gemeinsam für Hamburg, Kongresse) versucht die Gemeindeleitung am geistlichen Puls der Zeit zu sein, um Impulse zu setzen und Orientierung zu bieten. Als Mittel zum Zweck gibt die Gemeindeleitung Strukturen, in denen Gemeindeleben organisiert und gestaltet wird. Diese müssen immer wieder auf ihre Zweckmäßigkeit geprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Die Herausforderung ist, ein lebendiger Organismus zu sein, dem die Strukturen dienen und nicht zu funktionierenden Dienern eines Systems zu werden, das nur zum Selbstzweck besteht. Letztlich muss alles, was geschieht, an der Frage gemessen werden, ob es dient, Menschen in ihrer Beziehung zu Gott zu fördern oder Menschen in eine Beziehung zu Gott hineinzubringen.

Wichtige Entscheidungen werden letztlich durch alle Mitglieder gemeinsam gefällt. Wir haben keine Kirchenleitung über uns, die uns in unsere konkrete Arbeit vor Ort hineinregiert.

Im Frühjahr 2019 wurde unsere Gemeindeleitung für die nächsten vier Jahre neu gewählt und besteht jetzt aus neun Personen:

  • Pastor Sven Godau
  • Pastoralreferent Sören Haack
  • Martin Saß
  • Kerstin Klapper
  • Christina Ohlmeyer
  • Matthias Berneburg
  • Lukas de Lorent
  • Annette Maul
  • Micha Rosenbaum

Für die Bereiche der Gemeindearbeit gibt es Leiter, die die Arbeiten verantworten.

  • Kleingruppen: Sven Godau
  • Gottesdienste: Martin Saß und Sven Godau
  • Musik im Gottesdienst: Tobias Kässmann
  • Gastgeberteams: Doro Schol und Anja Leiding
  • Technik im Gottesdienst: Amooz Podranski
  • Kidstreff: Sven Godau
  • Teenager-/Jugendarbeit: Sören Haack
  • Miniclub: Elke Kusch
  • Öffentlichkeitsarbeit: Daniela Podranski
  • Zwischengemeindliche Aufgaben: Sven Godau

Als Christus-Gemeinde gehören wir zur Freikirche Mülheimer-Verband freikirchlich evangelischer Gemeinden. Darüber hinaus sind wir vielfältig in Hamburg und Deutschland mit anderen Kirchen und übergemeindlichen Initiativen vernetzt und freundschaftlich verbunden.

Mülheimer Verband
Als Christus-Gemeinde gehören wir zur Freikirche Mülheimer-Verband freikirchlich evangelischer Gemeinden. Zu diesem Verband gehören auch unsere Schwestergemeinden hier in Hamburg und viele Gemeinden in ganz Deutschland.

www.muelheimer-verband.de

Gemeinsam für Hamburg (GfH)
Ziel dieser Initiative ist Gemeinden und Kirchen miteinander zu verbinden, die sich für Hamburg engagieren und ihre Kräfte bündeln wollen. GfH will dazu beitragen, alle gesellschaftlichen Bereiche der Stadt mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen und das Beste für die Stadt und seine Menschen zu suchen.

www.gemeinsam-fuer-hamburg.de

Evangelische Allianz
Die Ev. Allianz ist ein Netzwerk evangelisch- reformatorischer Gemeinden unterschiedlicher Kirchen und Gemeinden. Dieses Netzwerk trifft sich in den verschiedenen Bezirken Hamburgs und initiiert einmal im Jahr eine Gebetswoche für die Anliegen der Stadt.

www.ead.de

God is moving (ev. Jugendallianz)
God is moving ist die Jugendfraktion von Gemeinsam für Hamburg. Sie setzen sich für die Einheit ein und fördern die einzelnen Jugendarbeiten und ihre Mitarbeiter.

godismoving.de

Arbeitskreis christlicher Kirchen (ACK)
Im ACK sind alle Kirchen der Stadt vertreten, und dort stellt sich am deutlichsten die Vielfalt des Leibes Jesu in Hamburg dar. Die Vollmitgliedschaft im ACK Deutschland vereint uns mit allen gesellschaftlich relevanten Kirchen Deutschlands.

www.oekumene-ack.de

Als Gemeinde wollen wir am Leben des Einzelnen teilhaben. Wichtige Wegmarken des Lebens feiern wir und stellen den Einzelnen für den nächsten Abschnitt unter Gottes Segen.

Kindersegnung
Auf Wunsch der Eltern segnen wir Kinder im Rahmen des Gottesdienstes und befehlen das Kind Gottes besonderem Schutz und Segen an. Wir taufen keine Kinder, weil wir überzeugt sind, dass man eine Entscheidung für ein Leben mit Jesus Christus nur alleine treffen kann.

Einschulung / Neustart
Als Gemeinde feiern wir zum Schulstart Familiengottesdienste, in denen wir für die Kinder beten, die in die Schule eingeschult werden und auch die segnen, die eine neue Arbeitsstelle oder eine Ausbildung begonnen haben.

Tennager-Glaubenskurs
Für die 11- bis 13-Jährigen bieten wir einen Teenager-Glaubenskurs an, in dem sie alle wichtigen christlichen Glaubensaussagen und Bekenntnisse kennenlernen und verstehen sollen, was es heißt als Christ zu leben. Das Ende des Kurses wird mit einem Abschlussgottesdienst gefeiert.

Hochzeit
Für Menschen, die heiraten und ihre Partnerschaft bewusst unter den Segen Gottes stellen wollen, feiern wir Traugottesdienste.

Trauerfeier
Wenn Menschen sterben und eine christliche Beerdigung wünschen, dann begleiten wir die Hinterbliebenen und gestalten den Trauergottesdienst in Absprache mit der Familie.

Als Christus-Gemeinden unterstützen wir mit Gebet, Finanzen oder praktischem Einsatz besondere Projekte und Initiativen.

Sambia, Afrika
Seit vielen Jahren haben wir als Gemeinde im Mülheimer Verband eine Partnerschaft mit der Christian Church of Zambia, eine große Freikirche in Sambia ist. Regelmäßig besuchen wir das Land und helfen den Gemeinden handwerklich und finanziell.
Darüber hinaus engagieren wir uns in Sambia in dem BOCCS-Waisenschulprojekt, das 1998 von den Missionaren Traugott und Kristina Hartmann gegründet wurde. Hier leisten unsere Freunde Hilfe bei den Ärmsten der Armen.
www.boccs.de

Indonesien, Asien
Seit vielen Jahrzehnten haben wir als Gemeinde im Mühlheimer Verband eine Partnerschaft mit der Gerejakan Geraja Pentakosta in Indonesien. Diese Freikirche zählt 600 Gemeinden und wächst von Jahr zu Jahr. Unter teilweise sehr ärmlichen Verhältnissen und unter Verfolgungssituationen dienen sie den Menschen diakonisch und bauen Gemeinde.
In innerer Verbundenheit mit ihnen und durch Gebet und Spenden unterstützen wir ihre Arbeit. So konnten sie als Kirche viel helfen und verwirklichen, was ihnen sonst unmöglich gewesen wäre.
www.muelheimer-verband.de/indonesien/blog

Gemeinde-Zehnter
Jeden Monat geben wir als Gemeinde von allen Einnahmen und Spenden, die wir bekommen, 10 Prozent an verbundene Werke und Projekte weltweit und unterstützen, dass Menschen in armen Verhältnissen geholfen und die gute Nachricht von Jesus verkündigt wird.

Fragen an unseren Pastor

Nein. Gott ist immer noch derselbe. Er war im Alten und ist im Neuen Testament Liebe. Warum aber erscheint Gott so unterschiedlich? Das liegt an uns.Bis zum zweiten Buch Mose ist das uns noch sehr fließend. Oder besser gesagt: Ein sehr kleiner Personenkreis. Und dann sollten wir die ersten zwei Kapitel der Bibel noch einmal getrennt betrachten.
Also: 1. Mose Kapitel 1 und 2 erzählen uns die ursprüngliche Absicht Gottes für uns. Wir Menschen, Ebenbilder, Abglanz, Abbilder Gottes (Psalm 8 sagt „ein wenig geringer gemacht als Gott“) sollten die Götter dieser Welt sein. Herren und Namensgeber, Gärtner, eingepflanzt in Gottes liebevolle Schöpfung. Gott, unser liebender Vater, setzt uns also in einen Ort, der perfekt ist: Fülle und Gemeinschaft. Aber nicht als Gefangene sondern als geliebte Gegenüber. Deshalb gibt er uns neben all dem Schönen einen Schlüssel raus aus dem Paradies, den Baum der Erkenntnis. Wir Blödis haben den Schlüssel verwendet – von der Frucht gegessen – und würden ihn immer wieder verwenden. Weil es uns so schwer fällt, Gott einfach zu vertrauen (die Fachvokabel dafür lautet glauben).
Danach sind wir anders, wir kennen (dieses Wort meint tiefstes, innerstes Kennen – wird in der Bibel gerne auch für Sex verwendet) die Sünde. Und an dieser Stelle begreifen wir auf einmal etwas, was wir vor dem Erkennen der Sünde nicht begreifen konnten: Gott ist heilig, Licht von unzugänglichem Licht. Denn das war er schon immer und wird er immer sein: Liebe und heilig (kurze, mir wichtige, Ergänzung: Dass er liebt, scheint irgendwie noch wichtiger zu sein, denn es heisst zwar „Gott ist Liebe“, aber nicht „Gott ist Heiligkeit“).
Ab Kapitel 3 haben wir die uns heute bekannte Konstellation: Ein uns liebender Gott will uns umarmen. Aber weil er ein verzehrendes Feuer ist, würde uns seine ungefilterte Nähe töten. Und was ihn angeht: Er hasst Sünde. Er liebt uns also – und hasst, was die Sünde aus uns gemacht hat: Wesen, getrennt von ihm, voller Sehnsucht nach dem Paradies, Liebe, Heimat – und so weit, weit weg.

Was tut Gott? Er „schafft“ sich ein Volk von Priestern: Menschen, die die Heiligkeit Gottes begreifen. Die zumindest seinen Namen kennen und die er Schritt für Schritt in den kommenden Jahrhunderten lehren wird, „wie Er ist“. Das wird rund um 2. Mose 20 berichtet, nachdem er das in geduldiger Vorarbeit über Jahrhunderte hinweg vorbereitet hat. Dieses Volk kennen wir unter den Bezeichnungen Israeliten oder Juden. Um es kurz zu machen: Das ging schief. Die Israeliten, die durch ihre Lebensweise der Welt helfen sollten, das Wesen Gottes besser zu verstehen, waren wie alle anderen. Aber es gab jetzt ein Volk, dass zumindest in bruchstückhafter Weise eine Idee von Gott hatte: „Der Schöpfer dieser Welt will mit Menschen zusammen leben, er hasst Sünde, er ist gnädig, er ist gerecht.“

Jetzt kommen wir ins Neue Testament: Gott entschließt sich  – schweren Herzens– zu tun, was allein seine Sehnsucht (und unsere) stillen kann. Er beseitigt die Sünde aus unserem innersten Wesen. Und zwar kommt er selbst, der Sündlose, der Heilige, in diese Welt. Und in einem Akt totaler Selbstaufopferung, einem Akt tiefster Liebe, nimmt er unsere Sünde in sich auf und stirbt mit unserer Sünde am Kreuz. Wer Sünde versteht als alles, was wir so an Mist machen hat das Wesentliche nicht verstanden: Sünde ist getrennt sein von Gott.

Dies ist jedoch gestorben vor 2000 Jahren an einem Römerkreuz in Jerusalem. Seitdem sind wir in Gottes Augen andere ,wenn wir das denn wollen: Wir sind nicht mehr Sünder. Wir sind „in Christus“ Gottes Geliebte. Fühlen wir das? Selten. Passt das in unseren Kopf? Schritt für Schritt. Glaube ich das? Ja, meistens. Und deshalb habe ich jetzt – wie damals Adam und Eva vor dem Mist – Zugang zur Liebe Gottes. Oder präziser: Gottes Liebe kann mir nahe kommen, weil Gott selber (und darum geht es) mir nahe kommen kann. Also zurück zur Ursprungsfrage mit noch einem kleinen Ausblick: Gott ist derselbe. Wir nicht. Aber wir sind auch noch nicht das, was wir einmal sein werden: Durch und durch geheiligt, mit getrockneten Tränen, satt in unserem Vater, zu Hause, an den Quellen, mitten im Leben selbst.

Du denkst, dass Gott heute besser ist als im Alten Testament? Ich sage Dir: Wir erleben und sehen jetzt noch nicht mal 10 Prozent

Das mit dem Sünder (zwischen uns und Gott passt mehr als nur ein Blatt) habe ich oben erklärt. Es geht nicht um schlecht. Es geht um getrennt sein. Und weil wir getrennt sind, fällt es uns schwer, unsere eigenen Maßstäben, geschweige denn Gottes Maßstäben zu genügen. Nenn es schlecht, aber das trifft nicht den Kern.

Er ist ein Liebender. Ja, er hat uns voller Sehnsucht geschaffen, voller Lust, Gefühlen und Bedürfnissen. Und gleichzeitig bietet er sich uns an und sagt: Komm und trink von mir. Iss mich. Lass dich behüten, lass dich versorgen vom Weinstock, finde Wahrheit (die eine echte) in mir. Er sagt: Ich bin die Quelle. Trink nicht aus Tümpeln, gib dich nicht mit Brackwasser zufrieden. Ist er etwa exklusiv, ein eifersüchtiger Gott, der uns nicht teilen möchte mit anderen Quellen? Ja, das ist er. Ist er ein Sadist? Nein, denn unsere Qualen schmerzen auch ihn